Zu Donald Trump (eineinviertel Jahre vor der Wahl)

Zu Donald Trump im amerikanischen Wahlkampf, 5.8.2015

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-07/donald-trump-republikanische-partei-usa

Was dieser “Globalist” Stephan Richter schreibt ist ein totales tenedziöses Gesülze. Mehr später.

Das Ganze hat Schulaufsatzniveau und strotzt von den typischen Stilelementen des “jeder weiss das doch”, “es ist doch klar” und einer geschwurbelten Kombination von Wieselworten, gespickt mit wahllosen Zitaten.

 

“Dass er zum aktuellen Spitzenreiter für die US-Präsidentschaftskandidatur 2016 aufgestiegen ist, ist für die Republikaner ein Albtraum. “

Ach wirklich? Woran wird das festgestellt? Wurde einer der Parteigranden befragt? Gibt es Zitate dazu? Nein. Das ist einfach dem Schreiberling mal so irgendwie zugeflogen.

 “Das Parteivolk jedenfalls bringt mit seiner ungeschminkten Unterstützung Trumps zum Ausdruck, dass es die eigentliche Botschaft der Partei verstanden hat.”

Nach den Umfragen ist Donald Trump bei den Republikaner-Anhängern keineswegs unumstritten. Es gibt sogar solche, die Jeb Bush toll finden oder – wohl besser Rand Paul.

 “der vermeintlich unsäglichen Sarah Palin eine Rolle in seinem Wahlkampf zuzuschanzen, passt perfekt in das Bild. Sie ist die feiste selbstsüchtige Frau”

Aha, hört sich ja nach einer super Analyse an, insbesondere durch dieses “vermeintlich”, einem Wieselwort erster Güte.

 3. Der Einbau eines Filmzitats bringt auch nicht viel zur Sache von Donald Trump, sondern zeigt nur die Tendenz des Schreiberlings.

 “Eine Partei, die keinerlei Bereitschaft zeigt, den Klimawandel auch nur als Herausforderung zu akzeptieren, verwehrt sich jeglicher Rationalität.” Wieso denn? Please explain. “Es ist ja nicht nur der Klimawandel, der bestritten wird. Selbst die Realität der menschlichen Evolution wird ernsthaft infrage gestellt. “

Der Klimawandel wird von Trump nicht bestritten, den gibt es und den gab es immer, sondern eher die Kausalkette “Menschengemachtes CO2 (5% von 0,04% der Luftmasse in der Athomsphäre, by the way) -> Erwärmung -> Wir alle müssen sterben.” Dass die Klimadaten z.B. durch die CRU massiv gefälscht worden sind – Stichwort Climegate – ist durchaus wert, genauer zu betrachten. Dass die “menschliche Evolution” stattfindet, ist klar, was jedoch in Frage zu stellen ist, ist eine Kausalität von Evolutiontheorie, wie inzwischen schon längst diverseste paläontologische Funde zeigen. Beispiele sind z.B. Ernst Haeckels Embryonalstadiendarstellungen (von der Amöbe über den Fisch zum Menschen) komplett gefälscht waren ode die Beobachtungen zu den Galapagosvögeln genauso widerlegt worden sind, beides Ecksteine der typischen Evolutionsbiologie. So besteht auch hier weiterer Forschungsbedarf, und daher ist es auch gut, das anzusprechen, als einfach irgendwelche Dogmen als “unumstößlich” zu postulieren.

Nun spricht Donald Trump eine recht deutliche Sprache und die kommt bei den Menschen an, im Gegensatz zum verklausulierten Nichtsgesagte, das durch die Mühlen der Profispindoktoren ins Beliebeige gedreht wurde.

 Worauf sich der Schreiberling, jedoch überhaupt nicht einlässt, sind die zahllosen Verfehlungen und Korrputionsaffairen in denen Trump seit Jahrzehnten verwickelt ist, oder dass er erstaunlicherweise ein grosser Spender der Demokraten bis anhin war. Dass Donald Trump wahrlich kein Advokat kleiner Leute ist, ist recht offensichtlich, jedoch steht er zumindest für Eigenverantwortung. Themen wie die verfehlte Aussenpolitik oder das Krankenversicherunsdesaster werden natürlich komplett ausgeklammert, oder dass inzwischen ein Viertel der US Bevölkerung von Lebensmittelmarken lebt. Ob nun Donald Trump gegen Jeb Bush, Ted Cruz, Carlie Fiorina (“weil ich eine Frau bin”) , Rick Perry oder Rand Paul wirklich sich durchsetzen kann, wird noch spannend, es kann meines Erachtens durchaus sein, dass er dann einen Fallrückzieher macht und dann plötzlich der Zweitplatzierte Jeb Bush wie aus dem Nichts im Rampenlicht erscheint, so dann alle vergessen, was er so z.B. zum Thema Wahlmanipulationen damals in Florida so getrieben hat.

 In den Wahlkampf wurde Donald Trump eventuell als Showman oder “Fall Guy” reingeschickt, ähnlich wie im professionellen Wrestling, bei dem der Sieger bekanntermassen von Vornherein feststeht, jeder darf da mal drankommen … Donald Trump hat hier ja entsprechene Erfahrung, schlussendlich war er ja einer der Protgonisten im WWE bei der Battle of Billionaires.

 Es scheint fast so, als ob der Fokus auf Donald Trump im Wahlkampf davon ablenken soll, dass bei den Demokraten die Wahl zwischen Pest und Cholera stattfindet, d.h. zwischen einer notorischen Lügnerin (“I did not have sensitive e-Mails”, Abu Ghraib… ) und Kriegshetzerin, einem Betonsozialisten und einem debilen Pseudoaussenpolitiker, um mal nur ein paar Qualitäten der aktuellen Protagonisten zu erwähnen.

 Dass Politik immer mehr eine Art Bühne für die hässlicheren der Schauspieler geworden ist, wie es Ben Affleck mal so schön formuliert hat ist recht offensichtlich. Horst Seehofer sagte es mal so prägnant: “Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.”