Alle Beiträge von Dr. von Gamm Christoph

CEO of vonGammCom Global Institute for Change, Cybertrue Capital Partners. Technologist, Business Leader, Cultural Enthusiast, Rotarian, Dog Owner. Kitchen Aficionado.

Geiselbefreiung

Es ist still geworden aus der Gutmenschen-Ecke.

Vor gut einem Jahr schrieb ich das erste Mal bei einem islamistischen Attentat „Nix hat wieder mal mit Nix“ zu tun und bekam gleich politisch korrekte Schelte, „das dürfe man doch nicht“ und „das sind rechte Parolen“ und „Hetzerei“ und so weiter. Diese Schreie sind auffällig still geworden – und ich habe stand gehalten.

Inzwischen ist das zweite Mal Ramadan seit der großen Flüchtlingswelle von September 2015 – wir erinnern uns – Wladimir Putin begann die syrischen ISIS/ISIL/Al-Khaeda-Rebellen zu bombardieren und plötzlich gab es Flüchtlingsfamilien, die wie durch ein Wunder über die berühmte Balkanroute gekommen waren – schon damals fragten sich die Bewohner Istanbuls – die Stadt am Bosporus zwischen Europa und Asien – über welche Brücke denn die Millionen Flüchtlinge gekommen wären, aber dazu ein anderes Mal. Wie gesagt: Das zweite Mal Ramadan – und damit einhergehend eine Terrorwelle ganz nach der Sure des Korans 2:191:

„Und tötet sie, wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben; denn die Verführung (zum Unglauben) ist schlimmer als Töten. Und kämpft nicht gegen sie bei der heiligen Moschee, bis sie dort gegen euch kämpfen. Wenn sie aber gegen euch kämpfen, dann tötet sie. Solcherart ist der Lohn der Ungläubigen.“

Die Liste der Ramadan – und nicht nur Ramadan – Tötungen und Gewalttaten ist hier zu lang um sie einzeln aufzuzählen, es reichen Städte wie London, Brüssel, Berlin, Paris, Manchester und so weiter um das Bild zu malen. Und fast immer waren es „Flüchtlinge“, und noch besser: es waren fast immer „Flüchtlinge“, die bereits vorher den jeweiligen Behörden als Gefährder bekannt gewesen sind.

Währenddessen haben sich die mitläuferischen, oft wohlmeinenden und durch Propaganda verblendeten Gutmenschen, Bessermenschen, Bestmenschen sich in Deutschland hinter ihre Bionadekästen verkrochen und essen ihr veganes Tofu. Sie sind auch nicht mehr an den Bahnhöfen mit Teddybären und Willkommensrufen anzutreffen und Bekannte die in der „Flüchtlingshilfe“ tätig sind hören sehr wenig von „Ehrenamtlichen“, die sind irgendwie verschwunden. Die Arbeit bleibt bei denjenigen, die sie machen wollten, um damit Geld zu verdienen, die „Bundesregierung hat gut gewirtschaftet“ und Haushaltsüberschüsse werden „in die Flüchtlingshilfe investiert„. Das Thema ist nicht mehr „schick“, hat es sich denn herausgestellt, daß es sich kaum um „Flüchtlingsfamilien“ gehandelt hat, sondern eher um wehrfähige Männer, die vor ihrer Zeit als „Flüchtlinge“ unter anderem von Obama als ISIS/ISIL/Al-Khaeda/Daesh-Terroristen/Losern ausgehoben worden sind – und zwischenzeitlich bevor sie konzertiert die berühmte mit Fotostrecken dokumentierte Route über Ungarn beschritten haben zwischen Kroatien und Bosnien in der „No Mans Land Zone“ auch auf Geheiß von Obama dort trainiert haben. Doch das will keiner mehr so genau wissen, sie alle waren Opfer und haben einen langen Weg auf sich genommen und alles das. Schlimm, schlimm, schlimm. So schlimm.

Inzwischen will kaum einer der Bessermenschen mehr daran erinnert werden was er so geschrieben hat, nur noch ein paar ewiggetrige Linkspolitiker sowie Auftragshuren in Politik, Medien und Wirtschaft treiben die „Islam-Ist-Friede“-Sau oder das Gerede vom „wir können Toleranz vom Islam lernen“ durchs Dorf. Der Rest schweigt lieber weil er merkt daß er – wie die Großväter schon – verführt worden ist von einer Politik die nur das Beste von ihnen wollte – ihr Geld.

Aber bei allem Gutmenschentum: Kaum einer hat damals nach dem „cui bono“ gefragt, nach demjenigen, dem das am meisten bringt. Kaum einer hat verstanden, daß die größten Propagandisten des Syrieneinsatzes in den Großunternehmen abhängig waren von Interessensgebern aus dem Mittleren Osten, insbesondere vom Sultanat Katar, das zum Beispiel 17% der Volkswagen-Stammaktien – den größten Posten nach der Familie Porsche/Piech – besitzt, 5,01% von Credit Suisse oder 6,06% von der Barclays Bank. Andere Länder im Nahen Osten sind auch engagiert aber nicht politisch: Kuwait besitzt seit Jahrzehnten 6,08% von Daimler und weitere Beteiligungen aufgrund der Erlöse aus dem Erdöl sind nicht verwunderlich. Daß man zwischendurch über diese Beteiligungen zusieht auch einen politischen Einfluß auszuüben, versteht sich von selbst – insbesondere bei einem politisch so verquickten Unternehmen wie Volkswagen – denn auch das Land Niedersachsen hält bei Volkswagen seine 11%, ja genau Niedersachsen, das Land des Sumpfes um Gerhard Schröder, Margot Käßmann, Christian Wulff und weiterer berühmter Gestalten. Doch zurück zu Katar: Man sollte in die Waagschale des Verständnisses werfen, daß Katar ein politisches Interesse in Syrien hat, denn Syrien wollte sich lieber mit einem iranischen Pipelineprojekt für Gas engagieren als mit einem Projekt mit Qatar. Und wir reden hier über das gleiche Gasfeld, das heißt: Wer die Pipeline hat pumpt das Gasfeld zuerst leer, siehe auch Daniele Gansers Werke zu diesem Thema – er beschreibt deutlich wie Wirtschaftsinteressen Einzelner die Flüchtlingskrise erst verursacht haben. Inzwischen haben auch die anderen Golfanrainerstaaten Katar wegen ihres islamischen Radikalismus angeprangert, darunter sogar Saudi-Arabien, die sich selbst aufgrund des Katar-Wahabismus bedroht sehen. Und nicht zuletzt Donald Trump hat während seinem Besuch in Saudi-Arabien Mitte Mai und seiner Rede vor 50 islamischen Staaten dazu aufgefordert, den radikalen Islamismus zu stoppen.

Wer so einen Schaden verursacht, der hat ihn auch zu bezahlen, in dem Fall Katar und seine Helfer. Doch: Wir haben es also in Deutschland mit einer Gutmenschenklasse zu tun, die sich erpressen läßt: emotional und über ihre kleinen Jöbchen und Pöstchen die sie in Verwaltung, öffentlichem Dienst und Großkonzernen haben – erpressen von einem Land wie Katar das seine Hebelwirkung gut ausreizen kann und gleichzeitig internationalen Terror global finanziert. Die Finanzierung erstreckt sich über den Bau und den Unterhalt von Moscheen und Koranschulen – zusammen mit der Türkei und Saudi-Arabien, über direkte Beteiligung an der Ausrüstung von ISIS/ISIL/Al-Khaeda/Daesh sowie durch PR-Beiträge, Parteispenden und so weiter. Ein fein verflochtenes Netz von Aufsichtsräten und Interessensvertretern sorgt dafür daß diese Maschinerie am Laufen gehalten wird und das Geschäft durchgewunken wird. Doch ist das wirklich ein Geschäft, sowohl für die Unternehmen an denen sich zum Beispiel der Katar beteiligt hat als auch für deren Mitarbeiter? Bis jetzt mitnichten. Nicht nur aufgrund der politischen Verquickung hat das Management von VW wahrscheinlich seine Augen vom Kerngeschäft weggelassen, hat lieber eine Schummelsoftware bei den Diesel-Autos installiert anstatt sauber zu spielen und hat gleichzeitig als Vorstandsmitglied für „Integrität und Recht“ eine SPD Politikerin angestellt die damit auch mit dafür sorgen mußte daß Recht „relativ“ ist. „VW ist Deutschland“, heißt es so schön und was gut für VW sei sei gut für Deutschland. Doch dummerweise ist dieser Schluß nicht mehr gültig wenn einer der größten Anteilseigner – Katar – inzwischen eine politische Agenda fährt, die nichts aber auch gar nichts mit dem Interesse Deutschlands zu tun hat sondern vor allem der Propagierung des radikalen Islams dient und Deutschland sowohl ideologisch als auch terroristisch über ihre Gesandten – Koranlehrer, Imame und vor allem „Flüchtlinge“ – unterwandert, destabilisiert und terrorisiert.

Zeit, daß damit Schluß gemacht wird und den Finanziers des Terrors das Vermögen eingezogen wird. Denn wer die Mittel für den Terror nicht mehr hat kann nicht mehr terrorisieren.  Und dies gilt sowohl dem Staat Katar insgesamt als auch denjenigen, die diesen Terror mit propagiert haben und dafür ihre 30 Silberlinge erhalten haben. Klar, trifft es im Land Katar einige Unschuldige, das ist schlimm aber nunmal Pech – mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen. Denn diese Propagandisten haben das ihre mit beigetragen Deutschland und Teile Westeuropas in Geiselhaft zu nehmen. Ansonsten hat wieder einmal „Nix mit Nix zu tun“.

Sozialparasiten

Der Kampf der Konservativen gegen die Umverteiler und Parasiten des Systems ist ein harter und ein ungleicher. Und es ist harte Arbeit. Jeden Tag. Das wird einem nicht geschenkt. Denn die Sozilanten tun ja nicht viel mehr außer sich selbst bereichern zu wollen. Nahezu alle Konservative – zumindest diejenigen, die ich kenne – haben noch nebenbei was anderes zu tun, müssen arbeiten und dabei über Steuern diese Brut mit ernähren.

Dagegen der typische Sozilant tut … sehr wenig bis nichts: Er lebt aus den Taschen der anderen und das ist seine Hauptbeschäftigung, dabei hat er dann „Arbeitsplätze“ mit so gut wie wenig oder keinem Inhalt oder lebt gleich direkt von den anderen. Damit bleibt ihm viel Zeit, der anderen Hauptbeschäftigung nachzugehen: Die ist es dann dumm daherzureden und von Solidarität zu labern. Daher ist wohl die erste Pflicht des Konservativen, sich von Umverteilungszwängen zu autonomisieren, das heißt zu überlegen für was und für wen man arbeitet und seine Energie verschwendet, wem man dabei das Geld in den Rachen wirft und dieses so weit wie möglich unterbindet. So bleibt dann mehr Zeit übrig, die inneren Werte zu stabilisieren, zu festigen und zu kommunizieren.

 

Bild: Quelle Wikipedia. https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Ixodes_hexagonus_(aka).jpg

 

Afghanistan : Blut für Öl am Hindukusch

Afghanistan : Blut für Öl am Hindukusch

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Am Hindukusch entscheidet sich das wirtschaftliche Wohlergehen der westlichen Welt.

Ein politischer Kurzessay von Dr. Christoph v. Gamm und Prof. Dr. Florian G. Mildenberger

Solange Afghanistan instabil ist, bleibt Europa stabil.

Es sind diese Vorgänge, die zumeist erst eine Generation nach den stattgefundenen Ereignissen den Historikern und Kommentatoren ins Auge stechen und die immer gleiche Frage provozieren: „Wie konnte man solche Offensichtlichkeiten nur übersehen?“ Insgeheim wissen die Fragenden die Antwort schon, ebenso wie sie selbst sich gewiss sind, niemals diese Fragen aufgerollt zu haben, aus Rücksicht auf übergeordnete Interessen die doch sehr die eigenen sein können.

 

Im Fall des Krieges in Afghanistan, der nun mit Unterbrechungen seit 1980 dauert, wäre das die im Geographieunterricht stets gepredigte Frage: „Wo liegt das Land und welches sind seine Nachbarn?“ Afghanistan liegt zwischen dem Iran und der VR China. Beides sind Staaten, die seitens der USA und ihrer westlichen Verbündeten nicht nur wegen Menschenrechtsfragen kritisiert werden sondern vor allem aufgrund ihrer Machtentfaltungsstrategien. Beide Staaten eint zudem wechselseitiges Interesse: Die VR China benötigt Öl, mehr als mittlerweile die USA, und Iran muss möglichst viel davon verkaufen.

Die Verteidigung der westlichen Demokratie am Hindukusch ist – leider keine leere Floskel. Denn „fällt“ Afghanistan, dann wird über kurz oder lang auch der Dollar zusammenfallen, der über das Öl hochgehalten wird. Und fällt der Dollar, fällt der Euro zusammen.

Die deutsche Bundeswehr ist mit ihren Truppen in Massar-el-Sharif stationiert, an einem wichtigen strategischen Ort, nahe Taschikistan und auch nicht unweit des Wakhan Corridor, eine alte Handelsroute, die wahrscheinlich bereits von Marco Polo verwendet wurde.

40% des weltweiten Ölhandels gehen durch die Straße von Hormoz, eine lediglich 39 km breite Meerenge, die entsprechend von den USA sehr stark gesichert sind. Die Überwachung dieser Strasse durch die USA sorgt auch dafür, dass der US-Dollar für das Öl akzeptiert wird bzw. werden muss.

1973 nach dem Fall des Goldstandards und dem Quasi-Default gegenüber Gold wurde der Ölstandard vom damaligen US-Präsidenten Richard Nixon ausgerufen. Faktisch konnte Erdöl nur noch in US-Dollar bezahlt werden, und jeder etwas anderes probiert hat, wurde sanktioniert – so unter anderem auch Saddam Hussein, der sein Öl in Euro bezahlt wissen wollte. Dies kann als das letzte Glied einer langen Kette von Provokationen interpretiert werden, die ihm letztlich zum Verhängnis wurde.

Selbstverständlich muss auch China sein Öl in Dollar abrechnen, dafür braucht es ein großen Teil der Dollars, die aus Exporterlösen stammen. Ohne Exporterlöse keine Dollars, ohne Dollars kein Öl, ohne Öl kein chinesischer Aufschwung, denn trotz Eigenproduktion muss China importieren, eineinhalb Milliarden Chinesen wollen Auto fahren, im Winter nicht mehr frieren wie in den Jahrzehnten vor Deng Xiaoping und weitere ölbasierte Annehmlichkeiten des Kapitalismus genießen – und sei es nur Plastikspielzeug.

Und auch China muss sein Öl von Arabien über die Strasse von Hormoz transportieren. Der Weg des Öls nach China geht einen recht lästig-verschlungenen Weg: Mit Tankschiffen über die Strasse von Hormoz, vorbei an den Malediven, durch die piratenverseuchte Malaccastrasse durch, vorbei an Singapur und dann an Vietnam entlang zu einem der chinesischen Ölhäfen. China hängt also an mehr als zweier „Choke Points“, um an sein Öl zu kommen. China hat schon länger versucht, Auswege zu schaffen und die Route zu verkürzen. So bot China dem nicht allzu reichen Thailand an, einen Kanal durch den Isthmus von Kra zu bauen um damit wenigstens die Malaccastrasse zu umschiffen. Aber was bleibt ist die Strasse von Hormoz, sie zu umgehen ist quasi aussichtslos.

Eine gute Alternative wäre der Landweg, z.B. über eine Pipeline. Voraussetzung für eine Pipeline sind vor allem: Gute erschlossene Landwege – wer will sich schon mühevoll durchs durch das Gebirge sprengen und natürlich politische Stabilität, denn eine Pipeline ist ansonsten Angriffen sehr schonungslos ausgesetzt. Eine passende Route vom Iran – einem der ölreichsten Staaten – und mit möglichem Anschluss an Pipelines in Kuwait, Saudi-Arabien & Co könnte direkt durch Afghanistan führen. Alternativen für eine Pipeline wären Pakistan und durch den Nordhimalaya, sowie die Nordroute über Turkmenistan, Usbekistan und Kirgistan. Die Pakistan-Route für eine Ölpipeline ist aufgrund des Himalayas nicht praktikabel, zudem ist Pakistan politisch gesehen fast eine US-Marionette wie in den 1960er Jahren es mittelamerikanische Bananendiktaturen waren. Die Nordroute, auch bekannt als die nördliche Seidenstrasse führt durch zu viele Staaten der ehemaligen UdSSR, die sich zum Teil inzwischen spinnefeind sind, damit ist auch dieser Weg faktisch verschlossen. Am interessantesten ist also die südliche Seidenstrasse.

Die Route von Teheran/Iran nach Shache/China, dem ersten Ort östlich des Himalaya und kurz vor der Wüste Gobi – ab da wird es dann geographisch und politisch für Pipelinebauer sehr einfach – führt durch Afghanistan, ein früher erprobter Trucker-Weg führte z.B. über Kabul mit einer Distanz von 3187 km. Gute vier Tage Trucker-Fahrzeit sollte man dafür in Kauf nehmen. Öl kommt je nach Druck in sieben Tagen an, in jedem Fall deutlich schneller und auch – wenn mal gebaut – günstiger als über den Seeweg. Zudem ergeben sich Möglichkeiten strategischer Partnerschaften.

Der Iran hatte mit China schon immer recht gute Handelsbeziehungen gehabt, die sich durch die Krise seit 1979 mit dem Westen (iranische Revolution) verdichtet haben. Dazu trug auch die Isolationspolitik des Westens gegenüber dem islamistischen Regime bei. Die Pipeline-Pläne sind nicht eine Erfindung der jüngsten Jahre. Gelegentlich aber ereignen sich Revolutionen und Einmärsche in erstaunlicher Reihenfolge. So geschah das Ende 1979 durch die Sowjetunion, die sich anfänglich geweigert hatte, im Afghanistan einzumarschieren. Aber nach der iranischen Revolution wurde es auch für die Sowjets wichtig, hier einen Block gegen China zu errichten. Aus diesem Grund wurde hier auch zunächst recht wenig in den USA protestiert oder gar wirklich unternommen, wenn man mal von etwas politischem Geplänkel wie dem Sanktionieren der olympischen Spiele in Moskau 1980 absieht. Ganz im Gegenteil, die Iran-Afghanistan-Krise machte das Öl nochmals deutlich teurer und damit den US-Dollar wertvoller.

Schöne 10 Jahre hat dann auch die Sowjetunion es ausgehalten, in Afghanistan aktiv zu sein, der Ölstandard konnte sich dadurch weiter etablieren, Gold wurde gleichzeitig wieder weniger wichtig. Der kundige Leser mag einwenden, dass es die USA waren, die in Afghanistan die islamischen Glaubenskämpfer mit Waffen und Geld unterstützten – werbewirksam untermauert durch Hollywoodstreifen wie „Rambo III“ oder 2009 „Der Krieg des Charlie Wilson“. Wichtig war jedoch auch hier, Instabilität zu säen, denn es ging den USA auch hier nicht darum, gegen die Sowjetunion zu sein, sondern die Region massiv instabil zu halten. Denn ein – auch dank der Sowjets – funktionierendes Afghanistan hätten die USA genauso wenig gebraucht.

Nach zehn Jahren sozialistischer Bruderhilfe und dem Partisanenkrieg der Mujahidin war Afghanistan in die Steinzeit zurückgebombt, insofern für eine Pipeline kein sicherer Ort. Der Bürgerkrieg schleppte sich noch bis 1999 dahin, ehe die Taliban die zerstrittene Nordallianz so weit zurückdrängten, dass wieder von einem existierenden Staatswesen Afghanistan und nicht einem failed state im Sinne des heutigen Somalias gesprochen werden konnte. 2001 wäre die Nordallianz beinahe sogar aus ihrem letzten Restgebiet, dem geostrategisch wichtigen Nordostzipfel verdrängt worden, dort ist das für die Dollar-Hegemonie wohl wichtigste Areal der neuzeitlichen Geschichte, das Tal von Goritik in der Provinz Badakhshan. Hätte die Nordallianz dort auch noch einen Fehlschlag erlitten, wäre das „Islamische Emirat Afghanistan“ dann wohl von China und dem Iran deutlich umworbener gewesen, denn auch die Taliban brauchen Geld.

Dass es soweit nicht kam, hing direkt mit den Ereignissen nach 9/11 zusammen. Es muss an dieser Stelle betont werden, dass es außerhalb des Interesses des Autoren liegt, die obligaten wilden Verschwörungstheorien rund um einstürzende Hochhäuser und fanatisierte islamische Terroristen zu bedienen – auch wenn sie sich rein kriminologisch bisweilen sehr interessant lesen. Die Kooperation zwischen Taliban und Al Qaida erwies sich für erstere als nahezu tödlich. Im Bombenhagel der US Air Force zerstoben auch all jene Pläne Irans und Chinas, sich auf afghanischem Terrain geostrategisch und wirtschaftspolitisch zu begegnen. Dies wurde entscheidend durch eine Neuorientierung des amerikanischen Engagements in dieser Region der Welt verhindert. Während man bislang sich auf Subventionen oder Lieferung von Militärgütern beschränkt hatte, wurde nun direkt interveniert und so ein politischer und wirtschaftlicher Neuaufbau von Anfang an begleitet. Nur diejenigen Mächte, die sich an dieser Militäraktion beteiligen, dürfen zur Zeit auch von der geostrategischen Teilhabe profitieren.

Entsprechend konnte man nun die Demokratie am Hindukusch verteidigen, wenn folgende Schlussfolgerung erlaubt sein darf: Ist Afghanistan ein befriedetes Land, dann sind Infrastrukturprojekte möglich. Sind Infrastrukturprojekte möglich, dann auch eine Ölpipeline vom grössten ölproduzierenden Gebiet zum grössten ölverbrauchenden Gebiet. Wenn das möglich ist, ist die Frage, wer den US-Dollar dann noch braucht.

Es gibt also ein vitales Interesse, die Dinge so zu belassen wie sie jetzt sind. Es geht der westlichen Welt solange gut, solange Afghanistan ein Katastrophengebiet ist. Das bedeutet: In Afghanistan müssen die Taliban genauso unterstützt werden von den westlichen Staaten, um Unfrieden zu säen. Die Opiumproduktion macht in Afghanistan einen Großteil der Exporte aus, jedenfalls seit die Taliban nicht mehr regieren. Geliefert werden die Endprodukte wie Heroin, das inzwischen mehr als 30% des afghanischen Bruttoinlandsprodukts ausmacht vor allem nach Rußland, das aus zeitgeschichtlichen Gründen keinesfalls in Afghanistan intervenieren kann.

Parallel schadet eine Dämonisierung des Irans zumindest nicht. Dies geschieht über die Unterstellung des nuklearen Aufrüstens – wer wollte sich schon für den Mißbrauch der Atomkraft positionieren?

Auf jeden Fall aber erscheint eine Diskussion über einen baldigen Abzug aus Afghanistan sinnlos. Die Thematisierung der Beweggründe deutschen Engagements am Hindukusch kostete bereits einem deutschen Staatsoberhaupt sein Amt. Dies dürfte auch als Warnung an mögliche Kritiker gemeint gewesen sein, sich nicht weiter den Kopf zu zerbrechen.

Ein Abzug aus Afghanistan würde wohl China und den Iran dort auf den Plan bringen.

Beide Staaten haben ein deutliches Interesse an guten Handelsbeziehungen und würden wohl Kabul & Co zum Aufblühen bringen – natürlich mit einem Wertesystem, das mit westlichen Werten, Frauenbeteiligung, Gleichberechtigung und so weiter wenig zu tun hat. Irgendwann ist eine Pipeline gebaut, die südlichen GUS-Staaten werden an diese Pipeline gleich mit angeschlossen und das Pipelineprojekt des Westens über die Türkei wäre gleich mit erledigt.

Das Öl geht einfach und schnell über die Pipeline, der Westen wird „trockengelegt“, genauso wie wenn man zu zweit mit einem grossen Cola-Becher bei McDonald’s ist – aber nur einer hat den Strohhalm, der andere bekommt einen Löffel für das Getränk.

Und nun gilt es nachzudenken: Hat China die Pipeline, braucht es keine Tanker mehr und muss nicht mehr mühsam das Öl durch die Choke Points fahren. Dann kann China auch direkt in chinesischer Währung bezahlen, Dollars werden dadurch weniger gebraucht. Und die ölexportierenden Staaten kaufen Güter wie bisher auch aus China. Exporte von China in den Dollarraum für Dollars werden nicht weiter benötigt, da der Hauptexportgrund – Dollars für Öl – nicht mehr notwendig ist.

Sobald dies der Fall ist, ergibt sich für den Westen eine vorher nicht dagewesene Verschiebung der Wirtschaftskräfte. Der Chinesische Renmimbi wird dadurch wohl die neue Weltleitwährung – eine an sich überfällige Sache, denn schliesslich sind die meisten Einwohner der Welt Chinesen, sie exportieren am meisten und sind wirtschaftlich stark. Und mit einer Pipeline von China in den Iran und nach Arabien haben sie auch genug Öl.

Fragt sich dann nur noch, was die USA und Europa mit einem überteuerten Alterssicherungssystem, einem Paradies für Sozialhilfebezüger und wenig tangiblen Exporten – von Deutschland mal abgesehen – wohl dann auf dem Weltparkett zu suchen haben. Der Schweiz blüht durch eine dermassen starke tektonische Verschiebung der Währungssysteme auch Ungemach. Besser ist dann fast, den Freunden im grossen Kanton unter die Arme zu greifen, als darauf zu warten, dass sie aufgrund übergrossen Drucks das Handtuch werfen.

Entsprechend sind Truppen in Afghanistan ein kleiner Preis für ein hohes wirtschaftliches Gut, doch die Frage ist: Wie lange hält so etwas wirklich?

Dr. Christoph O.-Ph. Frhr. v. Gamm ist Geschäftsmann. Er lebt in München.

Prof. Dr. Florian G. Mildenberger ist Privatgelehrter. Er lebt in Berlin.

Bundeskanzler 2017

Ich werde oft gefragt: Was würden Sie besser machen wenn Sie Bundeskanzler wären? Nun gut, diese eigentlich als rhetorische Floskel gedachte Frage beantworte ich hier. 

Für den aus heutiger Sicht reichlich unwahrscheinlichen Fall daß ich zum Bundeskanzler gewählt werde – hier ist mein Programm. 

Mehr Informationen unter http://bundeskanzler-2017.de

Mehr Informationen unter http://bundeskanzler-2017.de

Dr. Christoph v. Gamm raucht eine Zigarre.
Es wird wieder an der Zeit für ein neues Wirtschaftswunder.

Exportweltmeister werden leicht gemacht! Doch gibt es dafür einen Preis?

Wie wird man Exportweltmeister?

Ganz einfach: Man liefert und gezahlt werden muß… nie!

Wie funktioniert das? Dank Target2. Target2 ist das Länderfinanzausgleichssystem zwischen den Zentralbanken. TARGET steht für Trans-European Automated Real-time Gross settlement Express Transfer system und ist das Zahlungssystem der Zentralbanken des Eurosystems für die schnelle Abwicklung von Überweisungen in Echtzeit. Dieses sollte eigentlich ungefähr bei Null stehen und nur kurzfristige Schwankungen nach oben oder unten haben.

Mit Erschrecken musste ich jedoch heute morgen feststellen, daß das Guthaben unserer Deutschen Bundesbank bei der EZB im Target2 System im November bei sagenhaften 754 Milliarden Euro steht. Das ist die höchste Guthabenanhäufung von uns Deutschen, die jemals verzeichnet wurde. Im August 2012 standen wir schon einmal bei 751 Milliarden und konnten von dort wieder etwas Geld von den Schuldenstaaten eintreiben. Doch wie man heute erkennen kann, sind die Taschen der Schuldnerstaaten leer und das Target2-Guthaben klettert und klettert für diejenigen, die in Deutschland leben und arbeiten, das heißt insbesondere dem Deutschen Volk. Bekommt man etwas dafür? Ja, vielleicht. Wenn alles gut geht.

Wem nicht bewusst ist, was dies bedeutet: Wenn jedoch (und da stehen wir kurz davor) der Euro implodiert oder sich ein Staat wie Italien aus dem Euro verabschiedet, dann ist diese Geldsumme für immer verloren. Die Deutschen haben dann ein paar ganze Jährchen umsonst hauptsächlich für die Südstaaten geschuftet und stehen am Ende mit leeren Händen da. Prof. Dr. Hans-Werner Sinn hat darüber bereits vor einiger Zeit ein Buch geschrieben: Die Target-Falle.

Ein besonderes Dankeschön dafür schon einmal an unseren Unfinanzwächter Herrn Schäuble, unserer Gästekanzlerin Merkel und leider auch den bisher geschätzten Herrn Weidmann. Letzterer tut nichts was mir zu Ohren gekommen wäre, um dieses Ungewicht dem Deutschen Volk zu ersparen.

Wieviel bekommt Deutschland für die Target2 Salden von 754 Mrd. Euro überhaupt? Nur die „Held-der-Arbeit“-Medaille? Oder wird das dann irgendwann in Lire ausgezahlt?

Target2-Salden der einzelnen EZB Länder - September 2016, Quelle: Statista/EZB
Target2-Salden der einzelnen EZB Länder – September 2016, Quelle: Statista/EZB

Wäre die Bundesrepublik Deutschland bilanzierungspflichtig, müsste sie diese Forderungen wohl weitgehend als uneinbringlich ausbuchen. Ein Geschäftsführer oder Vorstand, der dies unterlä´t, wäre sofort in der persönlichen Haftung und dann sehr schnell wegen Veruntreuung im Gefängnis. Dem „öffentlichen Recht“ sind solche Gedanken jedoch fremd.

Zum Tod von Fidel Castro: Alle trauern bis auf einen. Zum Glück.

Fidel Castro, ein übler kommunistischer Despot, der Kuba ruinierte, ist tot. Ein Tag der Hoffnung für das wunderschöne, aber verarmte Land und seine Menschen!

Was am meisten auffällt, wie viele Castro-Fans unter „demokratischen“ Politikern jetzt trauern: Jean-Claude Juncker, der Papst Franziskus, Justin Trudeau (Ministerpräsident von Kanada), Barack Obama.

An den linken Lobeshymnen für dieses kriminelle Schwein Castro, der Kuba seit 50 Jahren in Armut hält, sieht man, auf wessen Seite die Linke steht: auf der Seite der Armen – um ihnen mit dem Stiefel ins Gesicht zu treten und dabei höhnisch zu lachen.

Nur einer der wirklich großen Politiker hat klar Kante gezeigt: Donald Trump. Ein Mann, der mir von Tag zu Tag mehr Respekt abnötigt. TrumpCastro.jpg_large-1

 

Danke Donald Trump für diese klaren Worte.

Jeder Vater und jede Mutter sollte sich fragen, welche Hemmungen wohl jene haben, die derzeit die Errungenschaften eines recht kaltblütigen Diktators und Lebemannes preisen, ihre Brut an irgendwelchen sinnlosen Fronten zu verheizen und deren Zukunft für vollkommen schwachsinnige Projekte zu verspielen. Und sie sollten sich ebenfalls fragen, ob jene, die dem nicht widersprechen, nicht ebenfalls schweigen werden, wenn ihre eigenen Bürgerrechte auf dem Altar irgendwelcher Revolutionen, oder wie man hier mittlerweile sagt, Wenden, geopfert werden.

Und zwischen euch und der Tyrannei dürften in einem Land wie Deutschland maximal die Verhaftung von fünfzehn bis zwanzigtausend Menschen liegen. Und das ginge ganz schnell. Verbindungsdaten, Bankverbindungen und Fluggastinformationen liegen ja vor. So komfortabel waren Fidel und Kameraden nicht ausgestattet. Deswegen konnten sich ja Millionen seiner Landsleute ihren solidarischen Verpflichtungen in den USA entziehen. Das passiert euren Rettern definitiv nicht.

 

Prof. Dr. Florian G. Mildenberger hierzu: „Bei all dem Jubeltrubel um Fidel Castro möchte ich nur kurz an seinen Vorgänger erinnern. Fulgenico Batista. Er brachte weniger Menschen um als Castro (und vor allem weniger als Che Guevara), er legte die Grundlagen für das Selbstversorgungs- und Gesundheitssystem auf Cuba und er war ein mieser Einparteienstaats-Diktator und Begründer der berüchtigten cubanischen Geheimpolizei. Zwei Dinge unterschieden ihn diametral von Castro: Zum einen war er ein Freund der Amerikaner und zum anderen öffnete er 1938/39 seine Grenzen für eine große Zahl von Flüchtlingen aus Europa.
Wenn Batista ein Gegner der Amerikaner gewesen wäre, würden ihn diejenigen, die bei Castro gerne über Massenmord hinwegsehen,sicher stärker beachten. Da hat er ja nochmal Glück gehabt!“

Fidel Castro wurde offiziellen Angaben zufolge am 13. August 1926 geboren. Forscher gehen jedoch von 1927 als tatsächlichem Geburtsjahr aus. Er war nichteheliches Kind des Zuckerrohrplantagenbesitzers Ángel Castro Argiz und dessen Hausköchin Lina Ruz González. Sein Vater war spanischer Emigrant aus dem galicischen Dorf San Pedro de Láncara. Er kam als Soldat der spanischen Kolonialarmee nach Kuba. Castros Mutter war die Tochter eines Bauern aus der kubanischen Provinz Pinar del Río, der bei Castros Vater angestellt war. 

Menschenrechtsverletzungen

In den ersten Jahren von Castros Herrschaft wurden zahlreiche, nach US-amerikanischen Studien einige tausend, politische Gegner inhaftiert und hingerichtet. Gegner Castros wurden als „Konterrevolutionäre“, „Faschisten“ oder „CIA-Agenten“ bezeichnet und ohne Gerichtsverfahren und unter äußerst erbärmlichen Bedingungen inhaftiert. 1965 wurden unter dem Namen „Militärische Einheiten zur Unterstützung der Produktion“ Arbeitslager eingerichtet, die Che Guevara wie folgt begründete: Sie seien für „Menschen, welche Verbrechen gegen die revolutionäre Moral begangen haben“. Später wurden dort auch Kubaner inhaftiert, die nach Castros Definition als „soziale Abweichler“ einschließlich Homosexueller und HIV-Infizierter galten, um so „konterrevolutionäre“ Einflüsse aus Teilen der Bevölkerung auszumerzen. Die Soziologie-Professorin Marifeli Pérez Stable, die 1960 als Kind aus Kuba kommend in die USA einwanderte und als junge Frau die Revolution unterstützte, reflektiert über die Kosten des Umsturzes: „[Es gab] tausende Exekutionen, vierzig-, fünfzigtausend politische Gefangene. Die Behandlung politischer Gefangener, mit dem was wir heute über Menschenrechte und Menschenrechte betreffende internationale Normen wissen … ist es legitim, die Frage nach möglichen Menschenrechtsverletzungen in Kuba zu stellen.“ Castro gestand zwar ein, dass es auf Kuba politische Gefangene gibt, hält dies aber für gerechtfertigt, da sie nicht wegen ihrer Ansichten, sondern aufgrund „konterrevolutionärer Verbrechen“ einschließlich Bombenlegung inhaftiert seien.

Fidel Castro beschrieb die kubanische Opposition als illegitimes Ergebnis einer fortschreitenden Konspiration, aufgezogen von Exilkubanern mit Verbindungen zu den USA oder der CIA, was faktisch teilweise auch belegt ist (siehe Attentate/Sturzpläne). Castros Unterstützer behaupteten, seine Maßnahmen seien legitim, um den Sturz der kubanischen Regierung zu verhindern, während seine Gegner, die kubanische Opposition in den USA und die USA selbst, hinter dieser Darstellung Schuldzuweisungen sehen, um die politischen Verhältnisse zu rechtfertigen.

Amnesty International zählte im Jahresbericht 2006 insgesamt 71 gewaltlose politische Gefangene (prisoners of conscience). Außerdem waren 30 Gefangene zum Tode verurteilt, wobei seit 2003 keine Exekution mehr vollstreckt wurde. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte berichtet sogar von 300 namentlich bekannten politischen Gefangenen. Sie hat ein Patenschaftsprogramm deutscher Abgeordneter für die Inhaftierten aufgelegt. Unter der Präsidentschaft von Fidel Castros Bruder Raúl wurden die von Amnesty International anerkannten sowie weitere politische Häftlinge bis März 2011 entlassen und sämtliche bestehenden Todesurteile bis Ende 2010 in Haftstrafen umgewandelt.

Personenkult
Von der Staatsführung wurde um Castro ein Personenkult errichtet, der sich neben einer ständigen Medienpräsenz vor allem durch die allgegenwärtige Darstellung auf Postern, Plakaten, Bildern und einigen Briefmarken auszeichnet, häufig in Kombination mit Nationalsymbolen und eingängigen Parolen. Häufig wurde Castro zusammen mit bekannten historischen Persönlichkeiten abgebildet (insbesondere mit Che Guevara und anderen kubanischen Revolutionären), deren politisches Erbe er für sich beanspruchte.

In den kubanischen und internationalen Medien wurde er häufig auch als Máximo Líder (Größter Führer) oder Comandante en Jefe (Oberkommandierender) bezeichnet. Nach seinem Rücktritt von seinen offiziellen Ämtern lautete der Titel Líder histórico de la Revolución Cubana (Historischer Führer der kubanischen Revolution).

Lebensstil
Juan Reynaldo Sanchez, ein ehemaliger Leibwächter Fidel Castros, berichtet in seinem Buch La Vie Cachée de Fidel Castro von einem aufwendigen Lebensstil des Revolutionsführers, der im Gegensatz zu seiner kommunistischen Ideologie stehe. So berichtete Sanchez, Castro sei in seiner Zeit als Staatsoberhaupt u. a. Besitzer einer Yacht samt Yachthafen, einer privaten Insel und eines Basketballplatzes gewesen

Mehr Informationen: hier

The Truth about Fidel Castro

 

Buchkritik: Thomas Sattelberger – Vielfalt statt Einfalt

Kürzlich bekam ich von Florian Mildenberger ein Büchlein zugeschickt. Er meinte: „Lies es mal.“ Ich ahnte nichts böses.
 
Es war von Thomas Sattelberger, ehemaligem Vorstand bei einem DAX Unternehmen und sehr sehr LSBTTIQ-Community bewegt. So bewegt wie er war ich nie. Grund also mal, dieses Büchlein zu rezensieren.
 

Für Offenheit und Pluralismus streiten – als geführte Community-Armee?

 
von Dr. Christoph v. Gamm
 
Thomas Sattelberger und das Buch
 
Ich habe Herrn Sattelbergers Büchlein, gequälte 46 Seiten, gelesen. „Vielfalt statt Einfalt“ im Wallstein-Verlag in den „Hirschfeld-Lectures“ – und ich war wirklich enttäuscht: Purer einfältiger Etatismus hat mich bei diesem Buch angegrient.
 
So schön die Idee ist, etwas für eine LSBTTIQ-Community zu tun, so schwach sind seine Ideen. Sie strotzen vor Etatismus und dem Gedanken, daß gefälligst der Staat in alle Unternehmen – vor allem im Mittelstand – einzugreifen habe. Ich sehe das anders: Jeder einzelne Unternehmer hat für sein Unternehmen die Verantwortung. Wenn es läuft, dann läuft es. Und wenn er beratungsresistent ist, gibt es andere, die es besser machen können. Doch das was Sattelberger draufsatteln will ist effektiv Tugendwächtertum vom Schlechtesten.
 
Davon abgesehen: Aufgrund meiner persönlichen, langjährigen Feldforschungen im LGBT Umfeld – inklusive der Gründung einer europaweiten Taskforce und Suche und Schaffung eines GLBT Business Development Executive-Postens – kann ich nur sagen: There is no such thing like LSBTTIQ-Community. Sattelberger möchte gerne, daß die „Community“ vereint stramm für das gemeinsame Ziel marschiert. Never ever. Seine Zeit bei der APO umschwärmt er: „Fünf Finger kann man brechen, eine Faust nicht!“ Wie niedlich.
 
Die Schwulenszene als Beispiel ist in vielen Städten gerade durch die „Gleichschaltungsstellen“ effektiv abgestumpft, gerade die jüngeren blieben aus. Die vielen anderen Buchstaben sind weitestgehend Erfindungen von sozialistischen Funktionären, um Umverteilung durchzuführen und um aus selbsttätig agierenden Menschen Objekte der Redistribution zu machen, dies alles unter dem Deckmäntelchen der sozialen Sorgsamkeit. Nein, darum geht es nicht, es geht um Geld, es geht um Pöstchen für wenig oder so gut wie keinen Aufwand, am besten fürs Nichtstun. Und dafür braucht es neue Gruppen, neue Opfer, neue Diversion, die man dann als Diversität verkauft. Ganz nach dem Hegelschen Prinzip: Problem, Reaktion, Lösung. Man generiert ein Problem, eine verfolgte Minderheit, die es eigentlich nicht (mehr) gibt, man würzt das ganze dann auch noch mit entsprechend Reaktion, gerne durch gefühlte Repression und schaut dann, daß man die Lösung: Noch mehr Staat, noch mehr Diversity-Beauftragte, noch mehr „soziale Gerechtigkeit“ schafft. Kommunistischer Doublespeak. 
 
Sattelberger hat durchaus ein paar gute Aspekte, Diversität fördert sich jedoch nicht durch Zwang wie er es scheint zu meinen, sondern aus einer Eigendynamik heraus. Siehe zum Beispiel: The Rise of The Creative Class von Richard Florida. Man kann Anreize setzen, und den Samen säen. Und der Samen gedeiht oft auf ganz seltsamen Böden, man kann es oft nicht voraussagen. Sonst wäre ja Diversität auch soo einfach zu generieren oder auch zu töten. Sattelberger hat das scheinbar nicht gelesen, geschweige denn daß er diesen Gedanken überhaupt kennt. Mit seinen Gedanken hingegen dreht er sich im Kreis von Programmen, APO und kommunistischer Dialektik und macht dabei „brumm brumm brumm“ bis ihm das Gas ausgeht. Zu erwarten, aber eben doch schade… 
 
 

Schöne neue Arbeitswelt

Microsoft hat heute seine neue Firmenzentrale in München eröffnet. „Die neue Arbeitswelt“ flötet der sozialistische Bayerische Wahrheitsfunk und führt durch schmucke Büros.
 
Schön schön, nun also auch in München. Doch das Konzept ist uralt, das gleiche hat IBM schon vor 10 Jahren in Zürich eingeführt. Mit allem Schnickschnack. Begegnungszentren, Cafeterien, Stille und laute Räume, Arbeitsplätze, Ruheräume mit lustigen Betten, sogar ein Fitnesstudio hatten wir! Wer jedoch – so wie ich – in einem dieser Officekonzepte gearbeitet hat oder – so wie ich – auch eines für eine Landesorganisation mitdesigned hat – der weiß: Es ist eigentlich ein rechter Schmarrn auf die lange Sicht. Und es verkommt in eine Legebatterie über kurz oder lang. Zwangsläufig. Denn es ist eine Ausprägung des real existierenden gelebten Sozialismus.
 
Ganz klar: So ein Büroneubau kann sich lohnen – und bei meinen Erfahrungen hat es sich kostenseitig zwar gelohnt, weil die Mietkosten gesunken sind aber die Produktivität und die Motivation der Mitarbeiter geht ebenso runter. Natürlich wird das Gegenteil behauptet: Man wäre motivierter, alles ist toll – es gibt Surveys die das Management bestätigen, doch: Wenn mal der Geruch der frischen Möbel weg ist, bleibt der fade Gestank von fehlender Putzhygiene bei shared desks, fehlender Identifikation mit dem Arbeitsplatz und eine geringere Motivation.
 
Thema Sparen: Irgendwann greifen bei so einem Konzept die Sparkommissare durch – Bonus winkt! Die ersten „Meetplaces“ werden schnell in neue Büros umgewandelt – „wir brauchen Platz“ – und bald kommt der Facility Manager mit Sparideen auf den Trichter, daß man ja den Mitarbeitern Wischtücherl geben kann, um den Schreibtisch und das Telefon (gut, das gibt es bei Microsoft eh nicht, das macht das Surface-Telefon, hat mir der Kollege geschrieben) selbst zu putzen. Die spackige Wurschtsemmel hängt trotzdem noch weiter im Restmüll-Eimer und duftelt dann drei Tage vor sich hin. Irgendwann ist der schöne Geruch von neuen Möbeln – ähnlich wie der bei Autos – dem Mief von Consultingschweiß – das ist dieser Streßangstschweiß – gepaart mit S-Bahngeruch gewichen.
 
Professionell ist anders.
 
Was übrigens bei IBM in Zürich – und da hoffe ich, daß Microsoft es besser macht, besonders dumm war und immer noch ist ist das fehlende Parkplatzkonzept gewesen: Es gab zu wenige Parkplätze, und so habe ich manch Meeting als Conference Call in der Einfahrtwarteschlange zur Tiefgarage verbracht, und ja: nach 30 Stunden Anwesenheit konnte man nicht mehr in die Garage reinfahren, der Badge war gesperrt, so wollte man Parkplätze bewirtschaften, denn die Stadt hatte bei so wenigen Arbeitsplätzen natürlich auch nur wenige Parkplätze bewilligt. Sozialistisches Karma slaps in your face.
 
Irgendwann haben sich die Kollegen komplett ins Homeoffice verschoben, richtig für gemeinsames Arbeiten war man nicht oder man hat sich gleich bei Kunden eingenistet, die haben das natürlich besonders geschätzt, vor allem den „professionellen Auftritt“. Dort wo man sich dann getroffen hat, war die Cafeteria, und manch Kollege hat aus der Not eine Tugend gemacht und war dann mit seinen Confcalls und seinem Laptop für vier Stunden in der Cafeteria anzutreffen. Die „Attrition“ ist hoch gegangen, manche haben das anfänglich auch noch gefeiert, aber eigentlich war es für die meisten eher die Hölle. Auch hier: Professionalität schaut anders aus. Inzwischen frage ich solche Kollegen immer, wenn ich sie anrufe: „Kannst Du sprechen?“ und dann heißt es: „Ja Moment, ich suche einen Raum…“ fünf Minuten später kann man dann langsam zur Sache kommen.
 
Vertrauliche Gespräche vom Kunden der einen anrufen will – denn das passiert halt eben so: Fehlanzeige, alle hören mit Ohren wie Salatschüsseln mit, sie müssen mithören, es geht leider kaum anders. Manche kommen ins Flüstern, ins Leisetreten, mit der Folge, daß der telefonische Auftritt fehlt. So ein Gegenüber kann man eher in die verhandlungstaktische Reserve locken. Und schnell fehlen wieder ein paar Prozentpunkte Marge.
 
Ach ja, beliebt sind übrigens in dieser Ausprägung des „modernen Arbeitens“ Gemeinschaftsdrucker. Meiner war im 8. Stock im Turm, manchmal war ich auch im zweiten Stock. Und mein Freund war der Drucker– ich habe ihn irgendwann „Bob“ genannt (von Bob Hope). Denn Bob hat mir alles geflüstert: Executive Resources Pläne (wer drauf war, wer bald drauf ist, wer in Reserve ist), Salärlisten, Steigerungsvorschläge, Bonuspläne, Abfindungsvereinbarungen, Sales Pipelines und deren Auslegungen, Reisepläne und die exaltierten Varianten davon, Urlaubspläne, Abfindungsvereinbarungen, Scheidungsunterlagen, Ivans, Davids, Ruedis und Susus Steuererklärung (ab da hatte ich fast Mitleid), die Passwortliste für das gemeinsame Passwort – mein Freund der Drucker war mir als Frühaufsteher immer sehr hold. Das Passwort hieß übrigens quartalsweise wechselnd Spr1ng, Summ3r, F8ll123 und W1nter. Denn ich hatte keinen Vorrangsparkplatz, und so mußte ich natürlich früh rein und war meistens dann schon vor acht Uhr da. Ich habe viel gelernt in der Zeit, mein Freund Bob  hat mich zweieinhalb Jahre gut gecoacht. Ich habe übrigens selbst wenig ausgedruckt, zum einen wollte ich Papier sparen, zum anderen habe ich verstanden, daß Bob, mein Freund, nicht unbedingt loyal ist.
 
Büros sind eine Ausprägung des Human Farming. Und daher sollte man bei Bürokonzepten ein wenig von guten Agraringenieuren abschauen.
 
In der Viehhaltung entspricht dieses Konzept einer verbrämten Massentierhaltung mit ein paar Laufställen. Das Gegensatz sind individuell eingerichtete Einzelbüros oder wenigstens Gruppenräume: Biobauern mit Weidehaltung.
 
Fragt sich zuletzt, wann den Mitarbeitern dann auch das Leben in gemeinsamen Schlafsälen schmackhaft gemacht wird.

https://twitter.com/BR24/status/785712314674798592/video/1

Pensionskasse

Meinem Kumpel Heini sagte ich mal beim Kaffeetrinken in meiner damaligen Firma: „Pensionskasse ist optional, wer weiß was die in 20 Jahren wert sein wird“. Das war Mitte 2005 und seine Hände zitterten. Für ihn unvorstellbar. Und überhaupts: Die Hypothek. Und alles. Dad durfte nicht sein. Damals wurde gerade die Betriebspensionskasse von „defined benefit“ auf „defined contribution“ umgestellt. Änderungsvertrag, nimm oder geh. Viele ahnten es, und diejenigen, die gehen konnten haben sich schnellstens verpisst. Denn danach war die Firmenrente nicht mehr irgendein Prozentsatz des letzten Monatsbruttos, sondern ein kapitalisierter Anspruch, umgerechnet nach Finanzmarktlage und Firmensituation. Gold lag übrigens damals bei etwa 400 Euro pro Unze.
 
In der Zwischenzeit ging es der Firma nur noch mittelprächtig, die Umsätze stagnierten und die schweizerische Pensionskasse mußte auf Befehl von oben so viele firmeneigenen Aktien kaufen wie nur gesetzlich zulässig. Das heißt, die Pensionäre durften eine Wette auf die Zukunft von ihren Nachfolgern ausbaden. Der Pensionskassenbeauftragte bekam dafür die Eier gekrault, würde man spöttisch sagen.
 
Nun, jetzt trifft es die Lufthansa. Und nicht nur. War abzusehen. Sie waren gierig und konnten den Hals nicht voll kriegen.
 
Die Abrechnung kommt.
 
PS: Die meisten deutschen Unternehmen sind was ihre Pensionsverpflichtungen angeht, untergedeckt. Wer im gemeinsamen deutschen Sicherungsfonds drin ist, den wird es irgendwann zerreißen.
 
http://www.aero.de/news-24992/Mario-Draghi-bringt-Lufthansa-in-die-Pensions-Zwickmuehle.html

Wiesn 2016

Ich mag die Wiesn. An sich. Eigentlich. Doch im speziellen nervt es dieses Jahr. Besonders.
 
Es nervt wegen des Zauns, wegen des Dauerregens, weil man mit dem Hund nicht mehr gescheit zur Bavariastatue hingehen kann, geschweige denn auf die Wiesn, nix. Und bei letzterem werde ich grantig. Die Heerschaaren von Wachmuckeln die vor sich hinsächseln, über die könnte man fast noch wegschauen. Aber es geht nicht, es sind zu viele. Und ja – sie sind so wie sie sind: Wachmuckln.
 
Ich bin Wiesnanwohner. Direkt oberhalb vom Käferzelt. Und da gehört der Besuch dazu. Ansonsten könnte ich auch in Schwabing oder noch schlimmer in Harlaching wohnen. Also: Ich war gestern auf der Wiesn und es hatte im Schützenzelt auf dem Jahrestreffen mit Freunden und anderen eine gute Stimmung. Aber…. man hat gemerkt, es war doch ein leichtes Moll im Ton der Massen. Bei dem Lied „An Tagen wie diesen…“ hat sich früher die Stimme der Massen überschlagen. Jetzt war es eher ein Mitgesinge, es kam aber nicht mehr aus vollen Kehlen heraus.
 
Es regnet in einem fort. Und das nun seit Freitagabend. Stimmung kommt da nicht auf, und entsprechend wenig Menschen kommen. Doch diese wenigen werden schon am Eingang vergrault, scheint es mir.
 
Überhaupts, diese Eintrittskontrollen… es regnet, und man bekommt von diesen Kontrollfuzzis das Gefühl ein Stück Vieh zu sein. Und damit geht es schon los. Ist man der bald eingesperrte Ochse wie auf dem daneben liegenden Zentralen Landwirtschaftsfest oder ist man noch ein freier Mann oder ein freies Weib?
 
Der Zaun stört übrigens eher weniger. Er ist halt da, das merkt aber keiner. Höchstens im Hinterkopf. Und das macht am Eingang etwas aus, in ein umzäuntes Viehgatter zu gehen.
 
Was jedoch stört, das sind unverschämte Preise in den Zelten mit zwangsweisen „Vorspeisenplatten“, die vor allem aus viel Mehrrettichringerln bestehen und wenig Wurst, so gut wie keinem Fisch und wenig Fleischpflanzerln und die man gefälligst als Gast im Paket mitzunehmen hat, wenn man resierviert. Oder man bekommt keinen Tisch. Wobei… im Löwenbräu soll es nur 2/3 voll gewesen sein. Aber wer will da bei dem Bier eh schon wirklich gerne hin.
 
Wie auch immer, die Wiesn gehört deutlich reformiert, scheint es mir. SIe ist Opfer ihres eigenen Erfolgs geworden und nun, mit Terrorwarnung und Co bleiben die Leute mal schnell aus. Stornierungen, angefangen von Frau Sixt über amerikanische Reisegruppen.
 
Die beste Wiesn hatte ich 2013. Das war zwar voll, aber unbeschwert. Es wurde gesoffen. Gesoffen. Und es war lustig. Ohne zwei Maß täglich ging es nicht. Doch dann kamen der Zaun, die Kontrollen, das alles. Und ja, auch Angriffe durch versoffene Migranten. Habe ich selbst erlebt. Dann war der Spaß langsam vorbei. Letztes Jahr wurden es nur fünf Maß für mich – insgesamt. Auf 16 Tage. Mal sehen, wieviel es diesmal sein wird.
 
Früher ja früher… da war es einfach ein Fest für Münchner, ein paar Auswärtige und ein paar exotische Touristen… Dieses früher – das wird wohl vor 35 Jahren gewesen sein, bei einem der ersten Male wo ich auf der Wiesn war, noch sehr schön war. Vielleicht kommt das ja wieder.